Ganz im Sinne der Ökomobilität kann man mit dem Fahrrad die unberührte Natur des pannonischen Landes am eindrucksvollsten erleben. Die gut beschilderten Radwege führen in nahezu jeden Winkel der Region, auch nach Ungarn.
Die Infrastruktur ist perfekt auf den Radtourismus ausgerichtet, was die Gegend um den Neusiedlersee zu dem idealen Urlaubsziel für passionierte Radfahrer macht. Gestartet werden kann direkt vor der Tür, da der Neusiedlersee-Radweg am Hotel Wende vorbei führt.
Radwege
Besonders empfehlenswert ist der Neusiedlersee-Radweg (B10) – der bekannteste Radweg in Österreich und ein Klassiker unter den Radwegen Europas. Entlang dem Weiden- und Schilfgürtel geht es vom Bahnhof in Neusiedl am See zuerst nach Weiden am See, dann entlang der Grassteppe „Zitzmannsdorfer Wiesen“ nach Podersdorf am See. Durch Weinkulturen führt der Weg weiter nach Illmitz, zu den Lacken (Heidlacke, Darscho und Zicklacke) bis zum Grenzübergang nach Ungarn. In Ungarn fährt man an der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Hanság vorbei bis Fertöd (Schloss Esterházy) und dann durch die ungarischen Orte Hegykö, Fertöhomok, Hidegség, Fertöboz, Balf bis Fertörákos. Beim Grenzübergang Mörbisch (für Radfahrer April bis Oktober täglich 8 bis 20 Uhr mit Personalausweis passierbar) wechselt man wieder auf österreichischen Boden. Auf der Rückfahrt nach Neusiedl am See durchfährt man die Orte Mörbisch, die Storchenstadt Rust, Oggau, Donnerskirchen, Purbach, Breitenbrunn, Winden am See und Jois. Nach anstrengenden 120 Kilometern und einer unvergesslichen Tour ist man schließlich am Ziel und Ausgangsort der Reise angelangt.
Zur Blütezeit (Mitte bis Ende April) säumen den romantischen Kirschblütenradweg (B12) hunderte weiß-rosa blühende Kirschbäume. Gestartet wird am Bahnhof in Purbach, parallel der Bahnlinie führt der Kirschblütenradweg über Winden am See nach Jois. Dort biegt man in die Weingärten am Abhang des Leithagebirges und radelt durch die idyllische Landschaft ins Ortszentrum von Breitenbrunn. An den Weinbergen vorbei geht es hinunter nach Purbach und bergwärts durch die Kellergasse zur Martinskirche in Donnerskirchen. Nach eineinhalb Kilometern gelangt man zum Schwimmbad, wo man sich eine erfrischende Abkühlung gönnen kann. Beim Golfplatz Donnerskirchen vorbei folgt man dem Güterweg nach Purbach und erreicht wieder den Bahnhof.
Nicht nur Natur pur begegnet einem auf dem beliebten Kulturradweg (B23). Aufgrund der Kürze der Radtour lässt sich dieser Weg auch mit der Besichtigung von zwei kulturellen Highlights verbinden: der Wallfahrtskirche Frauenkirchen und dem Barockschloss Halbturn. Vom Bahnhof Frauenkirchen fährt man Richtung Mönchhof durch Weingärten (Wiesäcker) von Frauenkirchen. Durch eine sehenswerte Kellergasse geht’s bis hinauf zur Kapelle, dem höchsten Punkt der Rundtour, dann durch Obst- und Weinkulturen zum Ortsrand von Halbturn. An der Parkmauer des ehemaligen Jagdschlosses entlang radelt man bis zur Kirche. Auf der Weiterfahrt passiert man den Türkenhügel beim Wandlkreuz und die doppeltürmige Basilika von Frauenkirchen. Durch das Ortszentrum gelangt man wieder an seinen Ausgangsort.
Radfähren
Wer nicht ganz so viel radeln und trotzdem etwas von der Gegend sehen will, kann einen Teil der Reise per Schiff zurücklegen. Mehrere Schifffahrtsunternehmen bieten Rundfahrten auf eigenen Radfähren an.
Weitere Infos zu den zahlreichen Radwegen und Radfähren der Region gibt es unter www.neusiedlersee.com und www.bikeburgenland.at.
Das Hotel Wende stellt seinen Gästen gerne passende Leihräder (€ 10,00 pro Tag/Pers.) für ihre ganz persönliche Entdeckungsreise zur Verfügung. Der Verleih erfolgt über die Rezeption, es gibt sowohl Erwachsenen- als auch Kinderräder.